Am 13.08.05 machten wir (Bernd, Susie, Thomas, Alex und ich) uns auf, Okinawa zu erkunden. Am Flughafen Frankfurt dann der erste Schock: Alex´ Reisepass war schon über ein Jahr abgelaufen! Da die Behörden geschlossen hatte, musste er vorerst in Deutschland bleiben.
Der Flug verlief planmäßig und ruhig. Nach 3 ½ Spielfilmen, 1 Doku und verschiedenem anderen Quatsch waren wir unserem Ziel schon erheblich näher. Die Zeit zog sich aber wie Gummi und mir schmerzten alle Glieder vom vielen Sitzen.
Irgendwann nach 2 warmen Essen, 1 Nudelsuppe und 1 Snack landeten wir pünktlich in Taipei. Endlich wieder laufen!!!
Der Transferbereich war toll ausgeschildert, die Angestellten sehr freundlich. In der Wartehalle des Chiang Kai-Shek Flughafens probierte Bernd sein Handy aus und schickte eine SMS an Walter. Das ging problemlos und wir waren total happy, dass wir jederzeit unsere Kids erreichen würden...(dachten wir...). Der kurze Flug ( 1h 10 min) von Taipei nach Okinawa war auch pünktlich und wir bekamen zum erstenmal japanisches Essen serviert! Am Flughafen von Naha/Okinawa traf uns die heiße, feuchte Luft wie ein Schlag! In Taipei war es bewölkt gewesen, hier strahlender Sonnenschein. Endlich hatten wir unser Ziel erreicht! .Die Passkontrolle verlief wider meiner Erwartungen absolut unproblematisch. Das Gepäck war sofort da (vollständig + unversehrt) und bei der Kontrolle konnten wir einfach durchlaufen. Das verblüffte uns, da die Amerikaner vor uns genauestens kontrolliert wurden (Koffer auf...). Aber als die Zollbeamten unsere deutschen Reisepässe sahen, waren sie wie umgewandelt, sehr nett und wünschten uns einen angenehmen Aufenthalt! Wir nahmen ein Taxi zum Hotel. Der Fahrer war sehr redselig und Oliver Kahn Fan! Bernd und ich verstanden außer „Kahn“ überhaupt nichts von der Unterhaltung, die Susie mit ihm führte. Susie studiert Japanologie in Heidelberg und spricht etwas japanisch. Aber sie musste schnell feststellen, dass die Okinawaner ihren eigenen sehr schwer zu verstehenden Dialekt sprechen. Englisch war uns leider auch keine große Hilfe! Im Hyper Hotel gaben wir unsere Koffer ab und gingen auf kurze Erkundungstour. Es war kurz vor 12.00 Uhr am 14.8.06 und wir konnten erst um 15.00 Uhr einchecken. Wir schwitzen, liefen, wurden immer müder..... Dann entdeckten wir in der etwas öden Gegend einen Lichtblick: Ein Schwimmbad inklusive Schrein (Oroku Schrein), Koiteich und sehr netten Okinawanern! Auf dem Rückweg zum Hotel wollten wir noch E-Mails nach Hause schicken. Dafür gingen wir in eine superlaute Spielhölle mit Computern, die leider nur japanische Tastaturen hatten. Die Angestellte konnte uns auch nicht helfen, also keine Nachrichten für unsere Lieben... Im Hotel angekommen checkten wir ein und bezogen unser Zimmer. Es war klein, sauber, hatte aber kaum Lagermöglichkeiten für Gepäck... Ich wollte unbedingt mit unseren Jungs sprechen, Bernd machte das Handy an und dann: NICHTS!!!!! KEIN NETZ AUF OKINAWA!!! Am Hotelempfang wurde uns geholfen, wir telefonierten mit Telefonkarte. Schlechte Verbindung, sehr teuer, aber endlich die Stimmen unserer Kinder!!! Danach legten wir uns erst mal zum Ausruhen hin. Nach erholsamen Schlaf und absolut nötiger Dusche fuhren wir um 20.00 Uhr mit dem Taxi zur Kokusai Dori. Das ist die ca. 2,3 Kilometer lange Haupteinkaufstraße von Naha. Die Fahrt kostete ca. 1.000 Yen ( ungefähr € 7,60).
Dort trafen wir uns mit Sensei Laupp und seinem japanischen Freund der uns das Hotel vermittelt hatte. Wir aßen ein typisch okinwanisches Nudelgericht mit Speckeinlage für 550 Yen pro Person. Zum Essen wurde kostenlos gekühltes Wasser serviert! Sensei Laupp gab uns noch viele Tipps, er war schon sehr oft auf Okinawa und ist Schüler von Sensei Miyahira. Er meinte, vielleicht könnten wir am nächsten Tag mit seiner Gruppe im Miyahira Dojo trainieren. Das fanden wir natürlich klasse! Außerdem gab er uns noch eine viel günstigere Telefonkarte, mit der auch die Verbindung nach Deutschland besser klappte. Danach fielen wir total kaputt von der Zeitumstellung, dem feuchtheißen Klima und der vielen neuen Eindrücke in unsere Betten. .
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