An diesem Tag fuhren wir mit Bus 52 nach Katsuren zur Katsuren Schloss Ruine:
Schloss Katsuren soll eines der ältesten Bauwerke von Okinawa gewesen sein.
Es wurde auf der Spitze eines Berges gebaut mit einem spektakulären Blick über die Landschaft.
Das Schloss erreichte seine Glanzzeit durch Handel mit Yamato (Japan), China, Korea und anderen
Ländern im 14. und frühen 15. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war Lord Amawari Herrscher.
Amawari war bekannt als cleverer Führer, der populäre Unterstützung bekam, als er die Gelegenheit
nutzte und den aktuellen Herrscher von der Schloss Mauer stürzte
Durch Landwirtschaft und Handel machte er Katsuren beständig reicher.
1458 wurden Amawari und Katsuren in einem Krieg gegen den Ryukyu König Shotaikyu vernichtet.
Unser Bus hielt angenehmer Weise 200 m vor der Schloss Ruine.
Wir mussten nur noch einen kurzen Weg hoch laufen. Die Aussicht von dort oben war einfach
sensationell. Katsuren liegt auf einer Halbinsel bzw. Landzunge.
Nachdem wir den Blick über die Landschaft ausgiebig genossen hatten, liefen Bernd und ich den
Berg hinunter und dann quer auf die andere Seite zum Strand (ca. 40 min.). Dort blieben wir
ca. 2 ½ Stunden mutterseelenallein und entspannten uns. Ich sammelte herrliche Muscheln, B
ernd musste mich bremsen... Wir trauten uns aber nicht, in dem ca. 28° C warmen Wasser zu schwimmen,
da überall Warnschilder wegen gefährlicher Quallen aufgestellt waren.
Kurz nach 16.00 Uhr liefen wir zurück zur Bushaltestelle, die wir uns vorher gut eingeprägt
hatten (notwendiger Orientierungssinn..). Wir hatten Glück: Nachdem wir uns Getränke gekauft
hatten, kam schon der Bus. Nach langen 2 Stunden Busfahrt erreichten wir endlich Naha Kokusai Dor.
Von dort aus nahmen wir die Monorail zur Oroku Station (bei unserem Hotel). Wir waren halb
verhungert! Seit dem Frühstück hatten wir nichts gegessen und mittlerweile war es 19.00 Uhr.
Nachdem wir geduscht hatten, wollten wir ins JUSCO um uns vor dem Hungertod zu retten. Aber es
schüttete mal wieder , also hieß es warten. Um kurz nach 20.00 Uhr konnten wir dann endlich
„Speisen“. Nach einem kurzen Rundgang im JUSCO fiel ich todmüde ins Bett.
Da es an diesem Morgen schon wieder regnete, gingen wir alles langsamer an. Erst um 11.35 Uhr erreichten wir den Naha Bus Terminal. Leider verpassten wir Bus 120 um 5 min. Wir nahmen ersatzweise Bus 20, da der nächste 120. erst um 12.45 Uhr fuhr. Kurz nach dem Moon Beach stiegen wir aus (1.120 Yen). Wir dachten, unser Ziel Manzamo (berühmte Klippe) wäre nicht mehr weit.... Nachdem wir einige Zeit am Wasser entlang gelaufen waren ohne Manzamo zu finden, gingen wir erst mal was essen. Danach schüttete es wieder...Als es aufgehört hatte zu regnen suchten wir weiter. Wir gingen durch sehr unwegsames Gelände (der Sand war dort zeitweise orange) – ich dachte jeden Moment beisst mich eine Schlange – wir fanden schöne, einsame Buchten. In einer verweilten wir länger und ich nutzte die Gelegenheit meine Eindrücke im Tagebuch festzuhalten. Es war umwerfend: ruhig, tolles Wasser, Seesterne, Seeigel, Krebse, eine Art Muränen u.v.m. Bernd wollte immer, dass ich tiefer ins Wasser gehe, aber ich hatte ziemlich Mores wegen der Quallen und unbekannten Tiere....Bin halt nicht sooooo mutig! Ich sammelte wieder wunderschöne Muscheln. Es war so idyllisch, ich hätte ewig dort bleiben können. (Aber der Durst und Hunger trieb uns weg...) Außerdem wollten wir um 17.37 Uhr den Bus nach Chatan erreichen zum trainieren. Unser Rückweg ging schneller und besser als gedacht. Daher konnten wir schon den Bus um 17.04 Uhr nehmen. Vor tranken wir natürlich erst was. Im Bus war ich total schlapp und müde, dachte: „ Wie soll ich jetzt noch trainieren???“ In Chatan gingen wir noch in den Family Mart und aßen Kuchen (war besser als gedacht). Ich hätte so gerne mal wieder Obst gegessen, aber das ist hier sehr teuer und ganz komisch eingepackt. Sensei Shimakukuru erzählte uns, dass Sensei Measara gestern angerufen hatte und Grüße bestellen ließ. Er meinte auch, wenn wir wieder kämen, würde er für Unterkunft und Trainingsmöglichkeiten sorgen. Das Training verlief besser als ich dachte, Bernd „zerfloss“ wieder. Dale kann leider kein Auto zum Ozean Expo Park besorgen, sie ist aber supernett, fuhr uns von Chatan mit dem Auto heim! (Das ging vielleicht schnell...) Sie bot uns an, falls wir innerhalb der nächsten 2 Jahre wiederkommen, könnten wir bei ihr wohnen – mit den Kindern - !!!! Sie würde dann auch Ausflüge planen – das wäre doch traumhaft!!! Dale setzte uns vor der Asashibashi Monorail Station ab. Wir gingen nur noch kurz im Jusco Essen und Trinken holen, aßen im Hotelzimmer und schliefen dann müde und zufrieden ein.
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